cogvis und das AAL Programme: Wenn Forschung wirksam wird

Wie aus EU-Forschung ein Sensor wurde, der täglich Leben schützt.

Heute ist der cogvis companion in über 10.000 Zimmern tagtäglich im Einsatz. Pflegekräfte in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Schweden nutzen ihn täglich, um Stürze zu verhindern, Bewohner:innen sicherer zu begleiten und Nachtdienste entspannter zu gestalten.

Was heute in Hunderten von Einrichtungen im Einsatz ist, begann in der Forschung. Im Rahmen des AAL Programme entstand mit dem Projekt FEARLESS der erste Prototyp unseres Sensors, und damit das Fundament von cogvis. Seitdem hat das Unternehmen drei AAL-Projekte als Projektlead oder Partner begleitet. In der aktuellen 5th AAL Impact Assessment taucht cogvis gleich dreimal in der Liste der Success Stories auf. Für uns ein persönlicher Rekord.

Was ist das AAL Programme?

Das Active Assisted Living Programme (AAL) ist ein europäisches Förderprogramm mit einem klaren Ziel: die Lebensqualität älterer Menschen durch Technologie zu verbessern und die industriellen Möglichkeiten im Bereich Healthy Ageing zu stärken. Gemeinsam mit der EU und 17 Ländern wurden seit 2008 über 300 Projekte mit einem Gesamtbudget von 700 Millionen Euro finanziert.

Was das AAL Programme besonders macht: Es verbindet Unternehmen, Universitäten und Pflegeeinrichtungen so miteinander, dass Technologie direkt dort entsteht, wo sie gebraucht wird, im echten Pflegealltag. Nicht im Labor. Nicht auf dem Papier.

FEARLESS - Der Grundstein für den cogvis companion

FEARLESS war das erste AAL-Projekt von cogvis und die Basis für unseren cogvis companion . Ziel war es, älteren Menschen die alleine leben, mehr Sicherheit zu geben, ohne ihre Privatsphäre zu verletzen.

Das Kernprinzip: ein kontaktloses Sensor-System, das Stürze und gefährliche Situationen erkennt, ohne Kameras und ohne tragbare Geräte. Pflege- und Betreuungseinrichtungen wurden dabei nicht nur als Testumgebungen eingebunden, sondern als aktive Partner in der Produktentwicklung.

Die Hardware hat sich seitdem weiterentwickelt, die KI dahinter ist leistungsfähiger geworden. Das Grundprinzip von FEARLESS ist heute noch in jeder Installation von cogvis companion lebendig: Mehr Sicherheit durch Technologie, die im Hintergrund arbeitet, Menschen in der Pflege unterstützt und die Würde der zu pflegenden Menschen respektiert.

Michael Brandstötter, Co-Founder cogvis, mit cogvis companion Sensor – entstanden aus dem AAL-Forschungsprojekt FEARLESS"

"Das Projekt hat den gesamten Pflegesektor auf digitale Innovation vorbereitet. Damals hatten Pflegeeinrichtungen kaum Erfahrung mit Technologieentwicklung. FEARLESS hat die Tür geöffnet und ihnen gezeigt, dass sie aktive Partner in der Entwicklung technologischer Lösungen sein können.”, so Michael Brandstötter, Gründer von cogvis und heute für die Entwicklung des Produkts verantwortlich.

DIANA: Der erste Schritt Richtung Demenzprävention

Mit DIANA erweiterte cogvis seine Arbeit in ein neues, komplexes Feld: die prädiktive Erkennung von Sicherheitsrisiken, insbesondere die frühzeitige Erkennung von Demenzsymptomen.

Menschen mit Demenz zeigen unvorhersehbares Verhalten, das sich von Tag zu Tag verändern kann. Pflegekräfte brauchen klarere Einblicke in das, was in Bewohnerzimmern passiert, um Warnsymptome rechtzeitig zu erkennen. Bestehende Systeme konnten diese Muster kaum erfassen.

Heatmap-basierte Bewegungsvisualisierung aus dem AAL-Forschungsprojekt DIANA – heute Teil des cogvis companion

Gemeinsam mit der Geriatrischen Klinik St. Gallen, der Technischen Universität Wien, einer portugiesischen Pflegeeinrichtung und der Universität Lissabon entstanden heatmap-basierte Bewegungsvisualisierungen, nächtliche Aktivitätsauswertungen und neue Wege zur Erkennung von Verhaltensauffälligkeiten, direkt aus der klinischen Praxis heraus entwickelt.

Teile dieser Arbeit sind heute fest im Produkt verankert: Die heatmap-basierte Bewegungsvisualisierung sowie neue Alarmierungsmöglichkeiten helfen Pflegekräften, frühzeitig auf Warnsignale zu reagieren.

"Jedes Mal, wenn wir in der Demenzpflege arbeiten, merken wir, wie komplex dieses Feld ist und wie wertvoll es ist, wenn Technologie wirklich sowohl Mitarbeitende als auch Bewohner unterstützt."

T4Me2: Neue Umgebungen, neue Anforderungen

Aktuell ist cogvis als Projektpartner beim Forschungsprojekt T4Me2 beteiligt, das sich einem oft übersehenen Thema widmet: sicheren Toiletten in öffentlichen Räumen für ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen.

Gemeinsam mit der TU Wien und zehn Partnern aus unterschiedlichen Ländern wird daran gearbeitet, Toiletten zu einem sichereren Ort zu machen. cogvis bringt dabei die Sturz- und Mobilitätsanalyse in eine neue Umgebung: den Toilettenraum. Ein technisch anspruchsvoller Kontext, mit engen Raumverhältnissen und besonderen Anforderungen an Diskretion und Datenschutz.

Was diese drei Projekte gemeinsam haben

Alle drei Projekte verbindet ein Grundprinzip: Sie bleiben nicht in der Forschung stecken.

  • FEARLESS ist heute in über 10.000 Zimmern im Einsatz.
  • DIANA lebt in den Demenzpflege-Funktionen von cogvis companion weiter.
  • T4Me2 zeigt, wohin die Technologie noch gehen kann.

Das ist der Anspruch, den cogvis an Forschung stellt: nicht Forschung um der Forschung willen, sondern Forschung, die täglich hunderte ältere Menschen und Pflegekräfte im Alltag unterstützt.

Häufige Fragen zum AAL Programme und cogvis

Das Active Assisted Living Programme ist ein europäisches Förderprogramm, das seit 2008 über 300 Projekte mit 700 Millionen Euro finanziert hat, um die Lebensqualität älterer Menschen durch Technologie zu verbessern.

Drei: FEARLESS (Projektlead), DIANA (Partner) und T4Me2 (aktuell laufend). In der aktuellen 5th AAL Impact Assessment ist cogvis dreimal in den Success Stories vertreten.

FEARLESS ist die Basis des cogvis companion, der heute in über 10.000 Zimmern läuft. Aus DIANA stammen die Heatmap Visualisierungen, die bei der Demenzfrüherkennung unterstützen. T4Me2 läuft noch.